Großer Gott,

Du bist uns wahrer Vater
und wahre Mutter.
Wir danken für unser Land
und für die Welt, die Du so
schön gemacht hast.
Verzeih, wenn Deine Schöpfung
durch unser Tun und
Lassen verdorben wird.
Sei uns allen gnädig und
schenke uns Deinen Frieden.

Begleite Du uns und unsere
Familien mit Deinem Segen.
Mache sie zu einem Ort der Liebe und des Friedens.
Lass Eltern und Kinder weise und geduldig sein.
Gib uns die Kraft, dass wir aufmerksam sind und
voller Respekt achtsam und wertschätzend miteinander umgehen.
Lass uns erkennen, wenn es an Liebe mangelt
und wir einander vernachlässigen.
Erneuere Du uns dann mit Deinem Geist.
Sei uns allen gnädig und
schenke uns Deinen Frieden.

Gib uns die Kraft, das Richtige in unserer Gesellschaft zu tun.
Hilf uns, das Böse zu unterlassen.
Lass uns für Gerechtigkeit und Wohlergehen eintreten.
Dein Friede möge in unserem Leben und
dem unserer Familien Einzug halten.
Sei uns allen gnädig und
schenke uns Deinen Frieden.

Segne diejenigen, die sich für andere einsetzen
und Deinem Frieden Gewicht verleihen wollen.
Gib ihnen Kraft und Hoffnung.
Tröste die Kranken, die Geschundenen und ungerecht Behandelten.
Sei uns allen gnädig und
schenke uns Deinen Frieden.
Amen.

Ökumenisches Friedensgebet 2012




Tageslesung
www.oeab.de



Bitten für verfolgte Christen

www.opendoors-de.org






Gebet aus dem Senegal

Guter Gott, hilf uns Menschen in aller Welt, neue Wege zu finden, um eine Welt der Gerechtigkeit aufzubauen, eine Welt ohne Rassismus, ohne Gewalt und ohne Krieg. Hilf uns, eine Welt aufzubauen, in der Kinder Zugang zu Wasser haben und zur Schule gehen können.

Hilf uns, eine Welt aufzubauen, in der die Kinder Zugang finden zur Bildung und genug zu essen haben, ohne auf der Straße betteln zu müssen, am Busbahnhof oder an den Schienen, vor den Moscheen, den Kirchen und Synagogen.

Guter Gott, hilf uns Menschen in aller Welt, neue Wege zu finden, um eine Welt ohne Tränen aufzubauen, eine Welt ohne Hunger, ohne Durst, eine Welt des Friedens. Du schenkst uns überall auf der Welt die Kraft, neue Wege zu finden:

Mit dir überwinden wir Unterschiede, die keine Bedrohung mehr sind.

Mit dir nehmen wir uns gegenseitig ohne Vorbehalte an. Und Hand in Hand gehen wir voran ohne Angst. Wir schenken ein Lächeln, ein Augenzwinkern, einen Händedruck.

Guter Gott, hilf uns Menschen in aller Welt, neue Wege zu finden, um eine Welt aufzubauen, in der alle Frieden finden. Amen.









Gebete / Lieder von Jochen Klepper


Am Morgen

Er weckt mich alle Morgen
er weckt mir selbst das Ohr.
Gott hält sich nicht verborgen
führt mir den Tag empor,
dass ich mit seinem Worte
begrüß' das neue Licht.
Schon an der Dämmrung Pforte
ist er mir nah und spricht.

Er spricht wie an dem Tage
da er die Welt erschuf.
Da schweigen Angst und Klage
nichts gilt mehr als sein Ruf!
Das Wort der ewgen Treue,
die Gott uns Menschen schwört,
erfahre ich aufs neue
so wie ein Jünger hört.

Er will, daß ich mich füge.
Ich gehe nicht zurück.
Hab nur in ihm Genüge,
in seinem Wort mein Glück.
Ich werde nicht zuschanden,
wenn ich nur ihn vernehm':
Gott löst mich aus den Banden!
Gott macht mich ihm genehm!

Er ist mir täglich nahe
und spricht mich selbst gerecht.
Was ich von ihm empfahe,
gibt sonst kein Herr dem Knecht.
Wie wohl hat´s hier der Sklave -
der Herr hält sich bereit,
dass er ihn aus dem Schlafe
zu seinem Dienst geleit'!

Er will mich früh umhüllen
mit seinem Wort und Licht,
verheißen und erfüllen,
damit mir nichts gebricht;
will vollen Lohn mir zahlen,
fragt nicht, ob ich versag'.
Sein Wort will helle strahlen,
wie dunkel auch der Tag!


Am Mittag

Der Tag ist seiner Höhe nah.
Nun blick zum Höchsten auf,
der schützend auf dich niedersah
in jedes Tages Lauf.

Wie laut dich auch der Tag umgibt,
jetzt halte lauschend still,
weil er, der dich beschenkt und liebt,
die Gabe segnen will.

Der Mittag kommt. So tritt zum Mahl;
denk an den Tisch des Herrn.
Er weiß die Beter überall
und kommt zu Gaste gern.

Er segnet dich in Dorf und Stadt, in Keller, Kammer, Feld.
Was dir der Herr gesegnet hat, bleibt fortan wohl bestellt.
Er segnet dir auch Korb und Krug und Truhe, Trog und Schrein.
Ihm kann es keinen Tag genug an Segensfülle sein.
Er segnet deiner Bäume Frucht, dein Kind, dein Land, dein Vieh.
Er segnet, was den Segen sucht. Die Gnade schlummert nie.
Er segnet, wenn du kommst und gehst; er segnet, was du planst.
Er weiß auch, dass du's nicht verstehst und oft nicht einmal ahnst.
Und dennoch bleibt er ohn Verdruss zum Segnen stets bereit,
gibt auch des Regens milden Fluss, wenn Regen an der Zeit.
Sein guter Schatz ist aufgetan, des Himmels ewges Reich.
Zu segnen hebt er täglich an und bleibt sich immer gleich.
Wer sich nach seinem Namen nennt, hat er zuvor erkannt.
Er segnet, welche Schuld auch trennt, die Werke deiner Hand.

Die Hände, die zum Beten ruhn,
die macht er stark zur Tat.
Und was der Beter Hände tun,
geschieht nach seinem Rat.

Der Tag ist seiner Höhe nah.
Nun stärke Seel und Leib,
dass, was an Segen er ersah,
dir hier und dort verbleib.


Am Abend

Ich liege, Herr, in deiner Hut
Und schlafe ganz mit Frieden.
Dem, der in deinen Armen ruht,
Ist wahre Rast beschieden.

Du bist's allein, Herr, der stets wacht,
Zu helfen und zu stillen,
Wenn mich die Schatten finstrer Nacht
Mit jäher Angst erfüllen.

Dein starker Arm ist ausgereckt,
Dass Unheil mich verschone
Und ich, was auch den Schlaf noch schreckt,
Beschirmt und sicher wohne.

So will ich, wenn der Abend sinkt,
Des Leides nicht gedenken,
Das mancher Erdentag noch bringt,
Und mich darein versenken,

Wie du, wenn alles nichtig war,
Worauf die Menschen hoffen,
Zur Seite warst und wunderbar
Mir Plan und Rat getroffen.

Weil du der mächt'ge Helfer bist,
Will ich mich ganz bescheiden
Und, was bei dir verborgen ist,
Dir zu entreißen meiden.
Ich achte nicht der künft'gen Angst.
Ich harre deiner Treue,
Der du nicht mehr von mir verlangst,
Als dass ich stets aufs neue
zu kummerlosem, tiefem Schlaf
In deine Huld mich bette,
Vor allem, was mich bitter traf,
In deine Liebe rette.
Ich weiß, dass auch der Tag, der kommt,
Mir deine Nähe kündet
Und dass sich alles, was mir frommt,
In deinen Ratschluss findet.
Sind nun die dunklen Stunden da,
Soll hell vor mir erstehen,
Was du, als ich den Weg nicht sah,
Zu meinem Heil ersehen.

Du hast die Lider mir berührt.
Ich schlafe ohne Sorgen.
Der mich in diese Nacht geführt,
Der leitet mich auch morgen.


Text: Jochen Klepper (1938)




Das letzte Bibelwort, das Jochen Klepper in sein Tagebuch geschrieben hat steht in Psalm 126, 1 "Wenn der Herr die Gefangenen Zions erlösen wird, so werden wir sein wie die Träumenden."