(Walter Habdank)
Nimm
alles von mir, was mich fern hält von Dir,
gib alles mir, was mich näher
bringt zu Dir.
nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen Dir.
Nikolaus von der Flüe
set me free from myself and let me give myself to You.
My Lord and my God
take from me everything that keeps me from You.
My Lord and my God
give to me everything that leads me to You.
Morgensegen
Ich erhebe mich heute durch eine gewaltige Kraft,
durch die Anrufung der Dreieinigkeit,
und bekenne den Schöpfer der Schöpfung.
Ich erhebe mich heute durch die Kraft Gottes, die mich lenkt.
Gottes Macht halte mich aufrecht,
Gottes Auge schaue für mich,
Gottes Ohr höre mich,
Gottes Wort spreche für mich,
Gottes Weg will ich gehen,
sein Schild schütze mich.
Christus sei mir zur Rechten,
Christus mir zur Linken.
Er die Kraft.
Er der Friede.
Christus sei, wo ich liege.
Christus sei, wo ich sitze.
Christus sei, wo ich stehe.
Christus in der Tiefe,
Christus in der Höhe,
Christus in der Weite.
Christus sei im Herzen eines jeden, der meiner gedenkt.
Christus sei im Munde eines jeden, der von mir spricht.
Christus sei in jedem Auge, das mich sieht,
Christus sei in jedem Ohr, das mich hört.
Er mein Herr.
Er mein Erlöser.
Ich erhebe mich heute durch eine gewaltige Kraft,
durch die Anrufung des dreieinigen Gottes.
Das kontemplative Gebet
Das innerliche Gebet ist meiner Ansicht nach nichts anderes als ein Gespräch mit einem Freund, mit dem wir oft und gern allein zusammenkommen, um mit ihm zu reden, weil wir sicher sind, daß er uns liebt.
In Seiner Liebe
Schließen wir uns darin zusammen, aus jedem Tag eine ununterbrochene Vereinigung zu machen:
Wachen wir am Morgen in Seiner Liebe auf, liefern wir uns den ganzen Tag Seiner Liebe aus, das heißt, indem wir den Willen des guten Gottes erfüllen und unter seinem Blick, mit Ihm, in Ihm, für Ihn allein leben.
Geben wir uns jeden Augenblick in der Weise hin, die Er von uns will. Und wenn dann der Abend kommt nach einem Zwiegespräch der Liebe, das in unserem Herzen nie aufgehört hat, wollen wir auch in seiner Liebe einschlafen.
Das kontemplative Gebet
Viele „alte“ Kirchenlehrer/Innen, Klostergründer und Mystiker wie z. B. Teresa von Avila, Johannes vom Kreuz, Teresa vom Jesus, aber auch heutige Lehrer wie Richard Rohr und Franz Jalics sind diesen Weg gegangen und haben ihn weiter gegeben, sodass er zumeist in vor allem kontemplativen Klöstern weiter gegeben und gelehrt wurde.
Noch heute wird das kontemplative Gebet nur äußerst selten außerhalb von Klöstern gelehrt, weder in den Landeskirchen – sowohl in den katholischen, wie in den Evangelischen – noch in den Freikirchen.
Ich kann und will nicht beurteilen oder Vermutungen anstellen, warum es so ist; wichtiger finde ich nur, dass aus diesem Schweigen über diese Gebetsform ein offener Dialog entsteht. Nichts soll zerredet werden, sondern Menschen ermutigt werden, sich nach dieser – für viele unbekannte – Gebetshaltung auszustrecken, sie einzuüben und sie weiter zu geben.
In einer Gesellschaft, die von „großen“ Gedankengebäuden und Wissenschaftsglaube geprägt ist, die sich zwischen: „Alles ist machbar.“, „Es muss Spaß machen.“ und „Null Bock“ bewegt, die in vielen Teilen des Zwischenmenschlichen nur abwägt „ob es sich lohnt“, ist das kontemplative Gebet natürlich eine Herausforderung und m. E. auch eine Not-wendende/ notwendige Gebetshaltung.
Anders als das gesprochene, gesungene oder nur stumm gedachte Gebet, ist das kontemplative Gebet nicht auf Worte, Gedanken, Gefühle oder Impulse angelegt.
Somit ist das kontemplative Gebet nicht auf Intellekt, Emotionen und Logik ausgerichtet, sondern auf Achtsamkeit und Hinwendung. Nicht Erkenntnis ist die erste Frucht des Gebetes, sondern Liebe und Wandlung, erkennen und erkannt werden.
Das kontemplative Gebet wird auch als Gnadengebet und Gnadenweg verstanden, denn wir können lernen uns darauf hin zu bewegen, können unsere Achtsamkeit auf Gott ausrichten, uns demütigen und preisgeben, aber die Gnade kommt von Gott.
Gott hat es nicht nötig, dass wir uns ändern, aber wir brauchen Gnade und Veränderung dringend, für ein sinnvolles und erfülltes Leben!
Er hat zugesagt, dass Er sich finden lässt, wenn wir Ihn suchen und Er wird ein gnädiger Gott sein, aber wann und wie Er es für richtig hält.
Das kontemplative Gebet ist eigentlich ein „Sein“ vor Gott.
Leer – ohne Worte, Gefühle und Werte, in voller Achtsamkeit zu Gott – warten wir vor Ihm – auf Ihn.
Das schwere Einfache ist für uns Menschen so wichtig.
Als Gott die Menschen schuf, legte Er einen Ort in ihnen, der nur für Ihn und die Begegnung von uns Menschen mit Gott, da ist. Es ist nicht wichtig, wie wir diesen Ort nennen, ob Seele, Herz, unseren Geist, oder anders. Die Bibel spricht von all‘ dem, meint aber immer diesen besonderen Ort.
Dort können wir das Ausrichten auf das Du – auf Gott – lernen.
Dort zählt nicht was ich geschaffen oder versäumt habe, wie viel Bildung oder Wissen ich vorweisen kann, weder Vergangenheit noch Zukunft ist von Belang. Dort ist schon etwas von der göttlichen Dimension zu ahnen – im Hier und Jetzt, von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Dort wird die Liebe Gottes für uns Menschen am fühlbarsten.
Aber dort sind wir auch seinem „Schmelzofen“ sehr nahe. Wir können dort nur hin, wie wir sind, aber wir bleiben danach nicht, wie wir sind.
Das Ruhegebet von Johannes Cassian
Die Verbindung von Meditation und Gebet
Meditieren muss nicht Beten sein. Es gibt Meditationsweisen, die keine religiösen Inhalte besitzen, sondern lediglich eine Entspannung von Körper und Geist zum Ziel haben. Das einfache Gebet der Ruhe nach Johannes Cassian (4. Jahrhundert) jedoch ist eine christliche Gebetsweise, die die Anrufung Gottes zum Inhalt hat. Durch die zusätzliche religiöse Dimension erfährt der Betende nicht nur Entspannung für Körper und Geist, sondern auch Erfüllung im Glauben und somit eine seelische Entwicklung. Das Ruhegebet führt den Betenden über seine Vorstellungswelt und über sich selbst hinaus und vermittelt ihm Erfahrungen eines immer tiefer werdenden Schweigens in Gott sowie ein
aktives Glücklichsein im Bestehen der vielgestaltigen Welt.
Tiefstes Anliegen ist es, dass der Betende in allem und durch alles in seinem Leben eine Begegnung mit dem Schöpfer erfährt, dem Urgrund allen Seins, mit Gott, der die Liebe ist. Im Ruhegebet wird die Hingabe des eigenen Willens an Gott geübt, um gestärkt durch seine Gabe mit neuer Willenskraft alle Aufgaben wieder angehen zu können.
Lebensaktivität durch Ruhe
Dieses Gebet der Hingabe muss langsam eingeübt werden und dem Lebensrhythmus angemessen sein. Im Hinblick auf die vielfältigen Aufgaben und Aktivitäten wird empfohlen, nicht länger als zwanzig bis dreißig Minuten, jeweils morgens und abends, zu meditieren. Hierzu gehen wir in "unsere Kammer und schließen die Tür zu" (Matthäus 6,6) Im Ruhegebet übereignen wir uns mit ganzem Herzen dem Herrn und verlassen uns auf ihn, legen alle Relationen dieser Welt ab, indem wir nicht mehr in ihr aktiv sind und geben alle
Stimmungen wie Traurigkeit, Gereiztheit und Langeweile ab.
Cassian empfiehlt dem Suchenden, der tief in seinem Herzen nach dem Einssein mit Gott verlangt, die folgende Gebetsformel:
Gott, komm mir zur Hilfe.
Herr, eile mir zu helfen! (Ps 70,2)
Die Formel nimmt man zunächst lernend ganz in sich auf. Auf sie lenkt der Meditierende ständig seinen inneren Blick. So wird die Formel mehr und mehr dem Geist zu eigen. Nach dem Erwägen wird sie dann nur noch ohne das Hinzutun eigener Gedanken innerlich wiederholt. Dieser Vorgang, der keine aktive Betrachtung mehr ist, bewirkt im Betenden eine heilsame Veränderung und führt langsam in eine neue Dimension des Seins.
Cassian nennt nur diese eine, es können aber auch andere Gebetsformeln verwendet werden.
Wenn eine Formel mit einem Sinnzusammenhang genommen wird, soll diese zunächst mündlich, dann nur noch in Gedanken wiederholt werden. Der aktive und gleichzeitig zur Kreativität neigende Geist ist erst einmal damit beschäftigt, den Inhalt des Gebetes zu erfassen, zu denken, zu assoziieren: Analogien, Erinnerungen, Vorstellungen, Zusammenhänge wie auch Fragen werden sich einstellen. Dieses Ausloten ist mit "Erwägen" gemeint, ist aber sehr bald ausgeschöpft und lässt den Geist zur Ruhe kommen.
Den Weg finden
Wenn ich in den Konsum verstrickt bin und durch unangemessenes Verhalten gegen meinen Willen nach immer größerer Befriedigung suche...
Gott, komm mir zur Hilfe.
Herr, eile mir zu helfen!
Kann ich den rechten Zeitpunkt nicht abwarten oder verlange ich übermäßig viel...
Gott, komm mir zur Hilfe.
Herr, eile mir zu helfen!
Kann ich auf Grund von Konflikten, ungelösten Problemen oder Spannungen keine Ruhe finden, bin ich erschöpft und ohne Energie...
Gott, komm mir zur Hilfe.
Herr, eile mir zu helfen!
Kann ich nicht mit meiner Aggressivität umgehen, beherrscht Geld mein Denken, komme ich nicht aus einem seelischen Tief und meine Ausgeglichenheit wird hierdurch erheblich gestört...
Gott, komm mir zur Hilfe.
Herr, eile mir zu helfen!
Mit dem Ruhegebet besitzen wir eine lebensunterstützende und wunderbare Kraft, die uns stärkt gegen schädigende Einflüsse jeglicher Art und uns stabilisiert. Wie in einem Reinigungsvorgang werden wir von allem befreit, was nicht zu uns gehört und unserem Entwicklungsweg nicht entspricht.
Das Gebet wird mehr und mehr im Fortschreiten auf Gott zu einem unaussprechlichen Schwingen und es entgrenzt uns auf sein liebendes Entgegenkommen und seine unendliche Barmherzigkeit.
(Peter Dyckhoff)
(siehe auch Literaturempfehlungen und DOWNLOADS)
Gotteserfahrung und Erleuchtung
Die Erfahrung der Mystiker
Was meinen die Mystiker, wenn sie von Erleuchtung sprechen? In der Erleuchtung sehe ich Gott nicht direkt. Er steht nicht vor mir als lichtvolles Gegenüber. Vielmehr wird in mir alles hell...
Erleuchtung ist also vor allem eine neue Weise der Selbsterfahrung, aber einer Selbsterfahrung, in der sich der Mensch im Tiefsten eins fühlt mit Gott. Der Erleuchtete sieht nicht etwas Bestimmtes, sondern er blickt durch. Er sieht auf den Grund. Und alles ist ihm hell und klar. Er ist auf einmal einverstanden mit sich und seinem Leben, mit der Welt, auch mit alle ihrer Not. Er kann nicht erklären, aber im Tiefsten weiß er. Er hat geschaut. Er ist ganz Auge. Er sieht nichts Bestimmtes, sondern das Geheimnis selbst.
Es ist immer göttliche Überraschung, wenn einer erleuchtet wird. Und ein wesentliches Kennzeichen der Erleuchtung ist, dass der Erleuchtete in die Realität dieser Welt zurückkehrt und hier anders lebt...
Man kann das Licht in sich nur wahrnehmen, wenn man auch den Mut hat, die eigene Finsternis anzuschauen. .. Die Erleuchtung enthebt uns nicht der Aufgabe, uns demütig der eigenen Dunkelheit zuzuwenden und sie anzunehmen. Sonst sind wir so fasziniert von der Erleuchtung, dass wir unser Menschsein vergessen. Das würde aber nicht zur Heilung und Verwandlung führen, sondern zur Auflösung und Spaltung, zu einem krankhaten Angezogenwerden vom Licht. Der Mensch kann Gott nur erfahren, wenn er dabei Mensch bleibt, wenn er sich seiner Erdhaftigkeit und Dunkelheit bewusst ist. Sonst würde er nicht Gott erfahren, sondern einen Götzen, der ihm seinen Wunsch nach Gottähnlichkeit erfüllt. In der Erleuchtung, sagen die Kirchenväter, werden wir vergöttlicht. Das bedeutet aber auch, dass wir aufhören, uns wie Götter zu gebären. Weil göttliches Licht uns erleuchtet, können wir unser Menschsein uneingeschränkt bejahen.
Nur in der Spannung von Licht und Dunkelheit dürfen wir von Erleuchtung sprechen...
Lichterfahrungen sind immer beglückend. Aber man kann dieses Licht nicht festhalten. Es entschwindet wieder. Und dann hat es wenig Sinn, diesem Licht nachzujagen. Im Bewusstsein des Lichtes muss man dann in den grauen Alltag zurückkehren.
Gott in mir
Der Weg zur Gotteserfahrung geht über die Selbsterfahrung....
Wenn ich die Frage zu Ende denke: „Wer bin ich?“, dann werde ich nicht mein wahres Ich ergreifen, sondern in meinem Selbst Gott als den eigentlichen Grund, aus dem ich lebe. Aber ich kann Gott in mir nicht sehen oder festhalten. Er entschwindet mir immer wieder. Er ist unverfügbar. In der Erleuchtung steht mit Gott nicht gegenüber, sondern er durchdringt mich mit seinem Licht. Ich erfahre Gott also nicht als etwas Bestimmtes, als eine konkrete Gestalt, sondern ich erlebe mich selbst vom Licht erhellt. Ich erfahre mich eins mit mir selbst. Gott – so sagen die geistlichen Autoren – erfahre ich dort, wo in mir Friede und Ruhe ist, wo ich ganz in Einklang mit mir selbst komme, wo mir auf einmal alles klar wird, wo die Gegensätze in eins fallen, wo Zeit und Ewigkeit, Geist und Trieb, Himmel und Erde miteinander eins werden. Diese Erfahrung des Einsseins ist nicht das Ergebnis meiner Arbeit an meiner Psyche, sondern ein Geschenk Gottes, ja in meinem Frieden ist Gott selbst anwesend. Wenn mir diese Erfahrung geschenkt wird, verlangt sie Demut. Sonst werde ich vor lauter Erleuchtung aufgeblasen und fühle mich als etwas Besseres. Dann kann Erleuchtung leicht zur Inflation führen, zu einer krankhaften Selbstillusion.
Wer bin ich?
Unruhig frage ich mich:
Bin ich die oder der?
Bin ich das oder jenes?
Bin ich?
Ich schaue in den Spiegel,
schaue mich wie zum ersten Mal.
Bin ich das?
Wer bin ich?
Sie sagen mir:
Du bist deine Leistung,
du bist deine Rolle,
du bist dein Name,
du bist dein Besitz,
du bist...
Nein, ich bin nicht meine Leistung,
ich bin nicht meine Rolle,
ich bin nicht, was andere von mir denken.
Ich bin ich,
so flüstert es in mir.
Ich frage weiter,
ich suche weiter,
bis meine Frage
an den Rand des Schweigens trifft
und das Geheimnis meine Seele berührt.
Eine Stimme schreibt sich ein
an meine hauchdünne Herzwand:
Du bist Gott.
Ich höre:
„Gott wurde Mensch,
damit der Mensch Gott wird.“
Und ich lasse mich los,
hinein in dieses göttliche Gefäß,
in das unfassbare Geheimnis,
dass Gott in mir geboren wird.
Und das Wort ist Fleisch geworden
IN MIR.
(aus „Wenn Du Gott erfahren willst, öffne deine Sinne“ von Anselm Grün)
Nehmt Gottes Melodie in euch auf
"Wenige Menschen ahnen, was Gott aus ihnen machen würde, wenn sie sich ihm ganz überliessen."

Die Lebensregeln der Mystiker
Sei einfach da
Staune
über die Wunder der Schöpfung
Werde du selbst
Genieße das
Leben mit all deinen Sinnen
Erfahre Sinn im Alltäglichen
Bewege
dich mit Leib und Seele
Entfalte dein Mitgefühl
Setze
dich für Gerechtigkeit ein
Wage Konflikte
Verweile im
Schweigen
Lerne zu sterben - bleibe lebendig
Lass dich zur Liebe
verwandeln
Spirituell leben heißt einfach leben
Spiritualität
verträgt sich nicht mit einem komplizierten Leben. Wenn wir an tausend
Dinge denken müssen, tausend Dinge zu regeln haben, entgleitet uns
zwangsläufig das Wesentliche. Sein Leben zu vereinfachen bedeutet vor
allem, sich von unnötigem Ballast jeglicher Art zu befreien. Dazu
gehören materielle Dinge, die wir nicht wirklich brauchen ebenso wie
geistige Konzepte, die unsere Präsenz einschränken.
Beim spirituellen
Pfad geht es nicht darum, sich etwas anzueignen, sondern etwas
loszuwerden. Besonders im Westen verkomplizieren wir unseren Alltag
künstlich, indem wir eine umfassende Sorgestruktur aufbauen, die uns
keine Zeit zur Besinnung lässt. Unsere Wirtschaftsstruktur mit ihrer
Jagd nach immer mehr materiellem Wachstum lässt den Minutenzeiger wie
einen Sekundenzeiger ticken. Wem es nicht gelingt, sich davon zu
befreien, kann zwar spirituell denken aber nicht leben. "Zeit ist Geld",
lautet die Formel des modernen Menschen, der mehr Uhrvertrauen hat als
Urvertrauen. Kein Wunder, dass der Zeitraffergeist zu innerer Unruhe
führt, verbunden mit dem Gefühl, nie satt zu werden. Unzufriedenheit und
psychosomatische Krankheiten sind eine ebenso zwangsläufige Folge wie
die permanente Angst, etwas zu verlieren oder nicht zu bekommen.
Wer
durch einfaches regelmäßiges Meditieren seiner eigenen Gedanken,
Gefühle, Vorstellungen, Körperempfindungen, Wünsche und Impulse gewahr
wird, kann die Fähigkeit entwickeln, nicht in die Fallen zu tappen, die
die moderne Zivilisation uns täglich stellt. Meditation ermöglicht uns
zu erkennen, was wir wirklich wollen und brauchen. Es ist unendlich viel
weniger als wir glauben oder man uns glauben machen will. Die beste Art
und Weise, der "Hölle der Hungrigen Geister" zu entrinnen, ist der
kontemplativ wache Blick auf Christus, den Erlöser und Befreier.
Weiterführende Links:
http://www.kontemplativ-leben.de/die_kontemplation.html
